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Alaska Goldrausch 4

Samstag, Januar 5th, 2013

Eine zentrale Rolle spielte Joseph Ladue oder Ledoux, dessen Familie aus dem französischsprachigen Kanada stammte und der als Gründer Dawsons gilt. Er wurde am 26. Juli 1854 in Schuyler Falls bei Plattsburgh im Bundesstaat New York geboren und sprach Französisch.[14] 1874 ging er in den Westen und arbeitete 1882 in Alaska in der Treadwell Mine, einer Goldmine im so genannten Panhandle von Alaska, die 1881 eröffnet worden war und die zeitweise die größte Goldmine der Welt darstellte. Ein Jahr später überquerte er als einer der ersten den Chilkoot Pass und zog nach Fort Reliance, wo ein Handelsposten gegründet worden war. Ladue wurde Partner der beiden Gründer Jack McQuesten und Arthur Harper, und sie experimentierten mit neuen Goldgewinnungstechniken. 1894 eröffneten Ladue und Harper einen Handelsposten auf einer der Inseln im Yukon, unweit der Einmündung des Sixtymile River, den sie nach William Ogilvie „Ogilvie“ nannten. Im Winter 1895 reiste er nach New York, und hörte bei seiner Rückkehr von den Goldfunden der Carmacks bzw. von Skookum Jim und Tagish Charlie. Eilig erwarb er für 1600 Dollar 160 Acre Land an der Mündung des Klondike.

Am 1. September verlagerte Ladue seine Sägemühle von Sixtymile nach Dawson, womit ein erstes Gebäude entstand. Hinzu kam ein Laden und ein erster Saloon, der Pioneer. William Ogilvie berichtete, dass alle Straßen im dort entstandenen Dawson, die parallel zum Fluss verliefen, 66 Fuß lang und lotrecht zu den 50 Fuß langen Gebietsstreifen lagen, die Ladue gehörten. Diese verkaufte er für je 5000 Dollar. Zudem schilderte er die Goldfunde in der näheren Umgebung in den leuchtendsten Farben, um möglichst viele Goldsucher in der Nähe zu halten, die bei ihm einkauften. 1897 benannten Ladue und Harper die Stadt nach George Mercer Dawson, der die geologische Untersuchung der Region durchgeführt hatte. Am 14. Juli 1897 war Ladue unter jenen reichen Männern, die 1897 San Francisco erreichten, und den die Zeitungen als Bürgermeister (mayor) von Dawson bezeichneten. Im Dezember heiratete Ladue Anna Mason aus vermögendem Haus. Die inzwischen von Ladue gegründete New Yorker Ladue Gold Mining & Development Co. besaß einen Wert von 5 Millionen Dollar. Ladue starb am 27. Juni 1901 im Alter von 47 Jahren in seinem Geburtsort.

Auf der gesamten Strecke zwischen den Häfen bis nach Vancouver und Seattle siedelten sich Geschäfte an, die die Goldgräber mit allem versorgten, was sie zum Überleben und für ihre Schürf- und Waschtätigkeit brauchten. Daneben entwickelten sich aber schnell andere Gewerbe, die den Bedarf der länger bleibenden Männer deckten, wie Wäschereien, Barbiere, Hotels und Saloons sowie Bordelle.

In Dawson entwickelte sich die Gewerbestruktur hauptsächlich in der Boomphase von 1898 bis 1899. So entstand nördlich der King Street ein Bezirk, dessen nördlicher Teil sich um die St. Mary’s-Kirche und das Hospital lagerte. Entlang des Ufers erstreckte sich der Handelsbezirk mit Läden und Lagern. Von deren Inhalt hingen alle Bewohner vollständig ab, insbesondere während der sechs Monate, in denen die Stadt nicht per Schiff erreicht werden konnte.

Den zweiten, sich südlich anschließenden Bezirk kann man zwischen King Street und Princess Street, sowie zwischen Ufer und der Fourth Street erkennen. Er hatte einen fast quadratischen Grundriss, und war schon deshalb weniger begehrt, weil er oft nass und geradezu sumpfig war, und zudem überschwemmungsgefährdet. Hier fanden sich alle Gewerbe, die der Reparatur und der Ausstattung mit Goldgräberausrüstungen dienten, dazu Banken, Wäschereien und Spirituosengeschäfte, aber auch Saloons, Tanzsäle, Theater und Spielkasinos.

Wer keinen Claim bekam oder aus sonstigen Gründen nicht nach Gold suchte, wurde Cheechako genannt. Sie waren teilweise ähnlich erfolgreich wie manche Goldsucher und schufen einen Luxusmarkt, etwa für aufwändige Hausfassaden, die überwiegend noch heute bestehen, aber auch für Musikinstrumente, teure Stoffe oder Schmuck. Dabei bevorzugte man wegen der enormen Kälte im Winter weiterhin Holz als Baumaterial, denn die damaligen Ziegel hätten den extremen Anforderungen der winterlichen Kälte nicht standgehalten. Hinzu kamen neuere Gebäude wie die Bank of Commerce oder die Carnegie Library, die den repräsentativen Bauwerken im Süden Kanadas nicht nachstanden. Man nannte Dawson sogar in dieser Zeit das „Paris des Nordens“, Doch spätestens als 1906 die Residenz des Commissioners abgerissen und durch ein viel bescheideneres Gebäude ersetzt wurde, war offenkundig, dass die Regierung keine große Zukunft mehr für Dawson erwartete.
Westminster Hotel, erbaut 1898

Mit dem Nachzug von Frauen und Familien verminderte sich der anfangs sehr hohe Bedarf an Wäschereien. Diese hatten früher, etwa beim Goldrausch am Fraser oder im Cariboo-Gebiet, Chinesen betrieben, denen jedoch inzwischen die Einwanderung erschwert wurde. Ähnliches galt für die Prostitution. Entgegen der allgemeinen Moral der Zeit behinderte die Polizei die Frauen nicht. Sie erlaubte auch die Ansprache der Kunden in Bars, in gemieteten Räumen und auf der Straße.[15] In den Zeitungen schrieb man von „demi-monde“ und „soiled doves“ (wörtlich: beschmutzte Tauben), um die Frauen zu benennen. Ein Abgabensystem wurde ihnen auferlegt, und alle zwei Monate mussten sie sich einer Gesundheitsuntersuchung unterziehen, die jedoch eher einer Lizenzierung gleichkam. Mit den Einnahmen wurden wohltätige Einrichtungen wie Krankenhäuser unterstützt.

Bis Mai 1899 gingen die Frauen ihrem Gewerbe in der Paradise Alley und der Second Avenue im wirtschaftlichen Zentrum der Stadt nach, doch dann mussten sie den Kernbezirk verlassen. Sie erhielten einen eigenen, abgelegeneren Bezirk zwischen der Fourth und der Fifth Avenue. 1901 wurden sie noch weiter abgedrängt und mussten nach Klondike City, auch Lousetown (Läusestadt) genannt, umziehen. 1902 begann eine Kampagne gegen die Prostitution, die in die wohlhabenderen Viertel zurückkehrte, wozu sie der ökonomische Niedergang der Stadt und die Abwanderung zwang. Dieser Niedergang führte dazu, dass ab 1907 die Frage nicht mehr diskutiert wurde, obwohl das Gewerbe nie ganz verschwand. Das letzte Bordell wurde 1961 geschlossen.

Mit dem Abflauen des Goldrauschs normalisierten sich nach und nach die Verhältnisse. Martha Purdy (1866–1957) beteiligte sich an Claims, betrieb eine Sägemühle und eine zum Zerkleinern von Erz. 1904 heiratete sie den Rechtsanwalt George Black und wurde als „First Lady of the Yukon“ bekannt, denn ihr Mann war 1912 bis 1918 Commissioner of the Yukon. Für ihre Vorträge über die Flora des Yukon wurde sie 1917 Mitglied in der britischen Royal Geographical Society. Sie war 1935 die zweite Frau, die einen Sitz im kanadischen Parlament einnahm. Sie hatte den Goldrausch fast von Anfang an miterlebt. So hatte sie sich schwanger von ihrem Mann, der nach Hawaii gegangen war, getrennt, und 1898, bereits auf dem Weg zum Klondike, ihr Kind in einer Blockhütte zur Welt gebracht. Insgesamt hatte sie drei Söhne. Zwar kehrte sie nach Chicago zurück, doch 1901 war sie wieder am Klondike.[
Quelle:Wikipedia

Goldmünzen

Samstag, Januar 5th, 2013

Goldmünzen sind Münzen, die größtenteils aus Gold bestehen. Sie dienten früher als Zahlungsmittel und waren meistens Kurantmünzen, werden heute aber nur noch für Sammler und Anleger (Anlagemünze) geprägt. Die Beliebtheit als Wertanlage verdanken Goldmünzen auch ihrer Einstufung als Anlagegold, weshalb der Handel mit ihnen in der Europäischen Union unter bestimmten Bedingungen von der Mehrwertsteuer befreit ist.
Entstehung

Um den direkten Tausch Ware gegen Ware zu vereinfachen, verwendete man zunehmend Gold- und Silberstücke als Währung. Man musste zunächst jedes Stück auswiegen, um den Wert zu bestimmen, was bei Goldstaub oder Granulat noch relativ schwierig war. Im 6. Jahrhundert v. Chr. ließ der lydische König Kroisos erstmals Goldmünzen von einheitlicher Größe und einheitlichem Wert in Kleinasien mit Prägestempeln versehen, die gleichzeitig – neben einer Propagandafunktion – auch noch einen gewissen Qualitätsstandard für das Edelmetall darstellten. Die ersten Silbermünzen wurden allerdings bereits zuvor um 620 v. Chr. verwendet. Die frühen Gold- und Silbermünzen, an denen noch die ursprüngliche Barrenform erkennbar war, waren die ersten Kurantmünzen. Die Entstehung der Gold- und Silberkurantmünzen lässt sich zeitlich über die physischen „Geldformen“ verfolgen, wie Goldstaub, Granulat, Gussreguluse, ungeprägter (Klein-)Barren, geprägter (also mit einer Marke versehener) Barren bis hin zur heute üblichen runden Münzform.

In den verschiedenen menschlichen Kulturen nahm dieser äußere Formenwandel des Münz-Geldes unterschiedliche Zeitepochen in Anspruch, z. B. wurde in Indochina sogar noch bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts mit abgewogenem Gold- und Silberstaub bezahlt. Daher lassen sich viele Münznamen noch heute auf einstmalige und noch heute geltende Gewichtsmaßeinheiten zurückführen.
Altertum
Griechenland

Die Hellenen übernahmen die Münzprägung kurz nach den Kleinasiaten. Jeder Stadtstaat hatte seine eigenen Münzen mit eigenem Münzfuß. Die wichtigsten Prägestätten gab es in Athen, Milet und auf Rhodos.
Römisches Reich
römischer Aureus

Um 225 v. Chr. wurden die ersten Goldmünzen im Römischen Reich geschlagen. Die Römer übernahmen das Prägen von den Griechen. Unter Julius Caesar wurden vermehrt Goldmünzen geprägt, u. a. der Aureus. Seit Kaiser Augustus wurde auf die goldenen Münzen das Bildnis des Kaisers geschlagen.
Altes Ägypten

Die alten Ägypter prägten ursprünglich keinerlei Münzen. Erst als die Truppen Alexander des Großens im 4. Jahrhundert v. Chr. in Ägypten einmarschierten, wurden auch Goldmünzen in Ägypten geprägt. Zuvor gab es nur eine Ausnahme: Ägypten hat für den Krieg gegen die Perser um 360 v. Chr. Söldner aus Sparta und Athen angeworben. Nach dem Krieg wollten diese mit Goldmünzen bezahlt werden und so ließ der Pharao Nektanebos III. Münzen (vermutlich von Griechen) prägen. Auf der Vorderseite steht in Hieroglyphenschrift nbw nefer oder nefer nub, was übersetzt „feines Gold“ heißt. Auf der Rückseite war ein springendes Pferd zu sehen, was auch die Griechen abgebildet hatten. Diese ägyptische Münze wog, wie die der Athener, ca. 8,5 g.
Persisches Reich

Das Perserreich galt als das „Goldreich“. Sie fertigten bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. Goldstater an. Darius I. ließ ab 515 v. Chr. vermehrt Münzen (Dareike) prägen.
Kelten

Die Kelten besaßen viel Gold von Flüssen und Gebirgen. Sie lernten das Prägewerk vermutlich um ca. 300 v. Chr. von den Griechen und entwickelten ihr eigenes Münzwesen. Die Kelten in Böhmen prägten Goldmünzen wahrscheinlich ab dem 3. Jahrhundert v. Chr.. Die westlichen Kelten (Gallier) haben ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. Goldmünzen hergestellt. Prägestätten gab es z. B. in Parisii. Zuerst wurden noch griechische Motive verwendet. Später wurden einfache Motive geprägt, wie z. B. kleine Kreuze oder Punkte, die einen Kreis bildeten. Diese Münzen waren relativ klein und hatten oft einen leicht gebogenen Rand.
Mittelalter

Die Merowinger wechselten, wie die meisten Reiche zuvor, im 7. Jahrhundert zur Silberwährung, da Gold seltener und teurer ist als Silber. Siehe auch Schilling. Mit den Kreuzzügen und dem immer besser ausgeprägten Fernhandel wurden Goldmünzen erneut aufgenommen, wie z. B. die Goldgulden und die Dukaten. Besonders Spanien besaß im 16./17. Jh. viele Goldmünzen, wofür sie das Gold aus Lateinamerika nutzten, was in Spanien zeitweilig sogar einen Goldwertverfall gegenüber dem Silber auslöst.
Neuzeit

Goldmünzen erfuhren im Zuge der schrittweisen Übergangs vom Bimetallismus zum reinen Goldstandard im 19. Jahrhundert den bis heute größten Einsatz im Geldumlauf. Im Zuge des historischen Goldstandards wurden beispielsweise Goldmark, Sovereigns, Vrenelis und andere Vertreter der Lateinischen Münzunion als Kurantmünzen in den Verkehr gebracht. Banknoten konnten jederzeit gegen Goldmünzen eingetauscht werden.

Im 20. Jahrhundert endete allerdings die Ära der Goldmünzen als Zahlungsmittel: Unmittelbar nach Beginn des Ersten Weltkriegs setzten die meisten Zentralbanken die Einlöseverpflichtung für Banknoten aus, so auch die deutsche Reichsbank am 4. August 1914. Spätestens mit Kriegsbeginn waren die Goldmünzen aufgrund des Greshamschen Gesetzes in den meisten europäischen Ländern aus dem Zahlungsverkehr verschwunden.

Der Versuch, den Goldstandard nach dem Ersten Weltkrieg wieder zu etablieren, scheiterte aufgrund zu großer Ungleichgewichte in den Zahlungsbilanzen: Beispielsweise setzte Großbritannien 1925 die Vorkriegs-Goldbindung des Pfundes Sterling noch einmal in Kraft (und die letzten tatsächlich im Zahlungsverkehr verwendeten Sovereign-Münzen in Umlauf), konnte dies aber nur wenige Jahre durchhalten, denn Exportgüter wurden dadurch für das Ausland stark verteuert, so daß die Wirtschaftsleistung einbrach. Deutschland hatte aufgrund der Reparationsverpflichtungen schlicht zu wenig Gold: zwar blieben die Goldmünzen des Kaiserreichs offiziell noch bis 1938 Zahlungsmittel, faktisch aber nur auf dem Papier.

In den 1930er Jahren setzten auch die letzten Staaten, in denen Goldmünzen noch Geldfunktion hatten, diese außer Kurs: Schweden beispielsweise 1931 in Folge der Großen Depression. Zur Überwindung der Krise beendete U.S.-Präsident Roosevelt 1933 auch die Ära des Golddollar mit einem plötzlichen Verbot des Goldbesitzes. Die letzten europäischen Länder, die noch Goldmünzen im Zahlungsverkehr benutzten, waren bis 1937 die Niederlande und Österreich.
Heutige Goldmünzen

Heute werden Goldmünzen nicht mehr im Zahlungsverkehr verwendet. Sie werden nur noch als Gedenkmünzen für Sammler oder als Bullionmünzen für Anleger geprägt.
Deutschland

2001 wurde die erste Gedenkgoldmünze geprägt: eine Deutsche Mark aus reinem Gold zum Abschied von der DM-Währung.

Seit der Einführung des Euros wird für Sammler jedes Jahr eine 100-Euro-Goldmünze herausgegeben, und im Jahr 2002 wurde einmalig eine 200-Euro-Goldmünze emittiert. Seit 2010 wird dazu eine Serie von 20-Euro-Goldmünzen mit jährlich wechselnden Baummotiven des deutschen Waldes herausgebracht.
Österreich

Von Österreich gibt es laufende offizielle Nachprägungen von Dukaten und Kronenmünzen, die zu ihrem Goldwert gehandelt werden. Als bekanntere Anlagemünze wird seit 1989 die Serie der Wiener Philharmoniker aus reinem Gold produziert.

Eine Gedenkmünze in Gold (Nennwert 1000 Schilling) wurde 1976 erstmals verausgabt. Weitere Ausgaben, zu 500 und zu 1000 Schilling, folgten relativ regelmäßig ab 1991; seit 2002 werden entsprechende 50- und 100-Euro-Nominale geprägt.
Der Feingehalt wurde früher oft in Karat angegeben (1 Karat = 1/24 fein; 24 Karat = reines Gold).

Heute werden die Zahlen häufiger in Tausendstel oder Promille umgerechnet, z. B. Feingehalt vom Krugerrand 916⅔/1000 = 916⅔ ‰ (22 Karat), Feingehalt vom Wiener Philharmoniker 999,9/1000 = 999,9 ‰ (praktisch 24 Karat).

Aufbereitungstechnisch kann maximal ein Feingehalt von 999,99 Tausendsteln »Five-Nine« erreicht werden. Vom Maple Leaf wurden einige Sonderprägungen in dieser Feinheit hergestellt.
Verfälschung durch Abfeilen

Ein historisches Problem bei der Bindung bestimmter Goldmengen an Münzen waren Betrüger, die am Rand wiederholt kleine Menge Goldstaubes abfeilten und sich so bereicherten. Die Münze wurde bei jeder Abfeilung leichter und dadurch entwertet.

Dieses Problem konnte durch die für die meisten modernen Goldmünzen typische Randriffelung eingedämmt werden, denn auf einem geriffelten Münzrand sind Abfeilungen leicht zu erkennen.

Bekannte Goldmünzen

Dareikos Persien 515 v. Chr. 348 v. Chr. 8,4 g
Stater mehrere 390 v. Chr. um 320 v. Chr. 8,2–8,6 g
Aureus Römisches Reich ca. 1. Jh. v. Chr. 324 8,19 g
Solidus Römisches Reich, Byzantinisches Reich 312 1092 ca. 4,55 g; von Kaiser Konstantin eingeführt
Dinar Islam. Reich 696 1543 4 g, von Kalif Abd al-Malik eingeführt
Augustalis südl. Italien 1231 1250 nur in den genannten Jahren, einer der Edelsten im MA
Florin Republik Florenz 1252 1531 Vorbild für den Dukaten und den Zecchino
Dobla Spanien 1252 1516 4,53 g (variiert), wichtigste spanische Goldmünze im Spätmittelalter
Écu d’or Frankreich 1266 1654 4 g, älteste Goldmünze Frankreichs, siehe auch Écu
Dukaten Europa 1284 1938 3,49 g Feingehalt 986/1000 = 3,44 g, urspr. in Venedig, 1559–1857 auch in Dtld.
Zechine Republik Venedig 1284 1797 Zecchino; Urform der Dukaten
Goldgulden Europa 1325 1867 Über ganz Europa verbreitet, nach dem Vorbild des Florin
Noble England 1344 1470 Zweite Goldmünze Englands
Crown England 1526 1663 ca. 3 g; Vorgänger des Guineas
Pistole Spanien 1556 1833 von König Philipp II. eingeführt.
Dublone Spanien 1556 1833 entspricht dem Wert von 2 Escudos
Louisdor Frankreich 1640 1793 Vorbild war Pistole, siehe auch Sonnenlouisdor.
Guinee Großbritannien 1663 1816 8,35 g Feingehalt 916⅔/1000
Friedrichsdor Preußen 1740 1850 Vorbild war auch Pistole, Wert entsprach 5 Taler
Eagle USA 1792 1933 10 $ = 16,718 g Feingehalt 916⅔/1000 = 15,046 g Gold
Sovereign England 1817 bis heute 1 £ = 7,98 g Feingehalt 916⅔/1000 = 7,32 g Gold
Goldmark Deutschland 1871 1915 20 M; 7,965 g, Feingehalt 900/1000 = 7,164 g Gold
Gold-Yen Japan 1870 1932 aus 90 % Feingold
Vreneli Schweiz 1887 1949 10-, 20- und 100-Franken-Münze (mehrheitlich 20 Franken, 6,452 g Feingehalt 900 = 5,806 g)
Krone Österreich 1892 1924 10, 20 und 100 Goldkronen-Münze, (100 Kr: 33,875 g Feingehalt 900 = 30,487 g)
Tscherwonez Russland/UdSSR 1923 1982 Teilweise offizielle Nachprägungen
Krugerrand Südafrika 1967 bis heute 33,93 g, Feingehalt 916,67/1000 = 31,1 g / 1 Oz Gold
Maple Leaf Kanada 1979 bis heute 1 oz = 31,1035 g, Feingehalt 999,9/1000
Gold Panda China 1982 bis heute 1 oz = 31,1035 g, Feingehalt 999,9/1000
Gold Eagle USA 1986 bis heute 33,93 g, Feingehalt 916,67/1000 = 31,1 g / 1 Oz Gold
(Känguru-)Nugget Australien 1987 bis heute 1 oz = 31,1035 g, Feingehalt 999,9/1000
Britannia England 1987 bis heute 33,84 g, Feingehalt 916,66/1000 = 31,1 g / 1 Oz Gold
Wiener Philharmoniker Österreich 1989 bis heute 1 oz = 31,1035 g, Feingehalt 999,9/1000

Die bis vor kurzem größte Goldmünze der Welt kommt aus Österreich. Sie ist dort gesetzliches Zahlungsmittel, hat eine Auflage von 15 Stück, einen Nennwert von 100.000 Euro und wiegt 31,103 kg. Der Wert dieser Münze ist im Mai 2007 von der Royal Canadian Mint noch übertroffen worden. Die kanadische Goldmünze, Big Maple Leaf, hat einen Nennwert von einer Million Kanadischer Dollar und wiegt 100 Kilogramm. Der derzeitige Rekordhalter ist eine Ausgabe des Australischen Kangaroos, mit einem Gewicht von einer Tonne, was einem Goldwert von 40,2 Millionen Euro entspricht.

Als teuerste US-Goldmünze gilt der Double Eagle aus dem Jahre 1849. Sie ist im Smithsonian‘s National Museum of American History in Washington, D.C., ausgestellt. Der Professional Coin Grading Service (PCGS) hat die Münze im Jahr 2011 auf einen Wert von 20 Millionen US-Dollar geschätzt.
Quelle:Wikipedia